Milvo!c
Ratgeber27. März 2026· 7 Min.

Website selber machen oder machen lassen? Der ehrliche Vergleich

Baukasten, WordPress oder Profi beauftragen? Wir rechnen vor was sich wann lohnt — mit konkreten Zahlen statt Marketing-Phrasen.

Du brauchst eine Website. Jetzt stehst du vor der Frage: Selber bauen mit einem Baukasten wie Wix oder Jimdo? WordPress selbst aufsetzen? Oder einen Profi beauftragen? Die Antwort hängt von drei Dingen ab: deinem Budget, deiner Zeit und deinem Anspruch.

TL;DR — Für wen was Sinn macht

OptionBudgetZeitaufwandErgebnis
Baukasten (Wix, Jimdo)10–30 €/Monat20–40 StundenOkay, aber generisch
WordPress selbst50–200 € + Hosting40–80 StundenFlexibel, aber technisch
Profi beauftragen200–5.000 €2–5 Stunden (dein Input)Professionell

Option 1: Website-Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace)

Was du bekommst: Ein Drag-&-Drop-Editor mit fertigen Vorlagen. Kein Code nötig, alles im Browser.

Was es wirklich kostet:

  • 10–30 €/Monat (120–360 €/Jahr)
  • Premium-Templates: 50–100 € extra
  • Eigene Domain: 10–15 €/Jahr
  • Zeitaufwand: 20–40 Stunden für Design, Texte, Bilder, Feintuning

Vorteile:

  • Sofort loslegen, keine Vorkenntnisse
  • Günstig bei monatlicher Betrachtung
  • Inhalte selbst ändern

Nachteile:

  • Sieht nach Baukasten aus — deine Besucher merken das
  • Langsame Ladezeiten (Baukästen laden viel unnötigen Code)
  • SEO-Möglichkeiten eingeschränkt
  • Vendor Lock-in: Deine Website gehört dem Anbieter
  • Nach 3 Jahren: 1.000 €+ an Abokosten

Option 2: WordPress selbst aufsetzen

Was du bekommst: Ein mächtiges CMS mit tausenden Plugins und Themes. Quasi unbegrenzte Möglichkeiten — wenn du weißt wie.

Was es wirklich kostet:

  • Hosting: 5–20 €/Monat
  • Premium-Theme: 30–80 €
  • Plugins (SEO, Sicherheit, Backup): 50–200 €/Jahr
  • Zeitaufwand: 40–80 Stunden für Setup, Anpassung, Sicherheit, Lernen

Vorteile:

  • Flexibel und erweiterbar
  • Riesige Community
  • Inhalte selbst pflegen

Nachteile:

  • Technisches Know-how nötig (Updates, Sicherheit, Backups)
  • Plugin-Konflikte können die Seite lahmlegen
  • Sicherheitsrisiko: WordPress ist das #1-Ziel für Hacker
  • Regelmäßige Wartung nötig (2–4 Stunden/Monat)

Option 3: Profi beauftragen

Was du bekommst: Eine individuell gestaltete Website, optimiert für Speed, SEO und Conversion. Du beschreibst was du willst, der Rest wird erledigt.

Was es wirklich kostet:

  • Große Agentur: 3.000–15.000 €
  • Freelancer: 800–3.000 €
  • Lean-Agentur (wie Milvo!c): 200–990 €
  • Dein Zeitaufwand: 2–5 Stunden (Briefing + Feedback)

Vorteile:

  • Professionelles Ergebnis ab Tag 1
  • SEO-optimiert, schnell, sicher
  • Kein technisches Vorwissen nötig
  • Du sparst 30–70 Stunden deiner Zeit

Der Break-Even-Punkt

Rechnen wir mal nach. Angenommen deine Zeit ist 50 €/Stunde wert (konservativ für Selbstständige):

OptionDirekte KostenZeitkostenGesamt (Jahr 1)
Baukasten~300 €30h × 50 € = 1.500 €~1.800 €
WordPress DIY~250 €60h × 50 € = 3.000 €~3.250 €
Milvo!c One-Pager200 €3h × 50 € = 150 €~350 €

Ergebnis: Selber machen ist oft teurer als machen lassen — wenn du deine Zeit ehrlich einrechnest. Und das Ergebnis ist in der Regel schlechter.

Checkliste: 5 Fragen die dir die Antwort geben

  1. Hast du 30+ Stunden Zeit? Wenn nein → machen lassen.
  2. Ist Design dir egal? Wenn nein → machen lassen.
  3. Verstehst du SEO, Hosting, SSL? Wenn nein → machen lassen.
  4. Ist dein Budget unter 200 €? Wenn ja → Baukasten als Übergang.
  5. Willst du dich um Technik kümmern? Wenn nein → machen lassen.

Fazit

Selber machen lohnt sich, wenn du Spaß an Technik hast und Zeit übrig. Für alle anderen ist die ehrliche Antwort: Bei Preisen ab 200 € ist „machen lassen" günstiger als „selber machen" — und das Ergebnis professioneller.

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