Website selber machen oder machen lassen? Der ehrliche Vergleich
Baukasten, WordPress oder Profi beauftragen? Wir rechnen vor was sich wann lohnt — mit konkreten Zahlen statt Marketing-Phrasen.
Du brauchst eine Website. Jetzt stehst du vor der Frage: Selber bauen mit einem Baukasten wie Wix oder Jimdo? WordPress selbst aufsetzen? Oder einen Profi beauftragen? Die Antwort hängt von drei Dingen ab: deinem Budget, deiner Zeit und deinem Anspruch.
TL;DR — Für wen was Sinn macht
| Option | Budget | Zeitaufwand | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Baukasten (Wix, Jimdo) | 10–30 €/Monat | 20–40 Stunden | Okay, aber generisch |
| WordPress selbst | 50–200 € + Hosting | 40–80 Stunden | Flexibel, aber technisch |
| Profi beauftragen | 200–5.000 € | 2–5 Stunden (dein Input) | Professionell |
Option 1: Website-Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace)
Was du bekommst: Ein Drag-&-Drop-Editor mit fertigen Vorlagen. Kein Code nötig, alles im Browser.
Was es wirklich kostet:
- 10–30 €/Monat (120–360 €/Jahr)
- Premium-Templates: 50–100 € extra
- Eigene Domain: 10–15 €/Jahr
- Zeitaufwand: 20–40 Stunden für Design, Texte, Bilder, Feintuning
Vorteile:
- Sofort loslegen, keine Vorkenntnisse
- Günstig bei monatlicher Betrachtung
- Inhalte selbst ändern
Nachteile:
- Sieht nach Baukasten aus — deine Besucher merken das
- Langsame Ladezeiten (Baukästen laden viel unnötigen Code)
- SEO-Möglichkeiten eingeschränkt
- Vendor Lock-in: Deine Website gehört dem Anbieter
- Nach 3 Jahren: 1.000 €+ an Abokosten
Option 2: WordPress selbst aufsetzen
Was du bekommst: Ein mächtiges CMS mit tausenden Plugins und Themes. Quasi unbegrenzte Möglichkeiten — wenn du weißt wie.
Was es wirklich kostet:
- Hosting: 5–20 €/Monat
- Premium-Theme: 30–80 €
- Plugins (SEO, Sicherheit, Backup): 50–200 €/Jahr
- Zeitaufwand: 40–80 Stunden für Setup, Anpassung, Sicherheit, Lernen
Vorteile:
- Flexibel und erweiterbar
- Riesige Community
- Inhalte selbst pflegen
Nachteile:
- Technisches Know-how nötig (Updates, Sicherheit, Backups)
- Plugin-Konflikte können die Seite lahmlegen
- Sicherheitsrisiko: WordPress ist das #1-Ziel für Hacker
- Regelmäßige Wartung nötig (2–4 Stunden/Monat)
Option 3: Profi beauftragen
Was du bekommst: Eine individuell gestaltete Website, optimiert für Speed, SEO und Conversion. Du beschreibst was du willst, der Rest wird erledigt.
Was es wirklich kostet:
- Große Agentur: 3.000–15.000 €
- Freelancer: 800–3.000 €
- Lean-Agentur (wie Milvo!c): 200–990 €
- Dein Zeitaufwand: 2–5 Stunden (Briefing + Feedback)
Vorteile:
- Professionelles Ergebnis ab Tag 1
- SEO-optimiert, schnell, sicher
- Kein technisches Vorwissen nötig
- Du sparst 30–70 Stunden deiner Zeit
Der Break-Even-Punkt
Rechnen wir mal nach. Angenommen deine Zeit ist 50 €/Stunde wert (konservativ für Selbstständige):
| Option | Direkte Kosten | Zeitkosten | Gesamt (Jahr 1) |
|---|---|---|---|
| Baukasten | ~300 € | 30h × 50 € = 1.500 € | ~1.800 € |
| WordPress DIY | ~250 € | 60h × 50 € = 3.000 € | ~3.250 € |
| Milvo!c One-Pager | 200 € | 3h × 50 € = 150 € | ~350 € |
Ergebnis: Selber machen ist oft teurer als machen lassen — wenn du deine Zeit ehrlich einrechnest. Und das Ergebnis ist in der Regel schlechter.
Checkliste: 5 Fragen die dir die Antwort geben
- Hast du 30+ Stunden Zeit? Wenn nein → machen lassen.
- Ist Design dir egal? Wenn nein → machen lassen.
- Verstehst du SEO, Hosting, SSL? Wenn nein → machen lassen.
- Ist dein Budget unter 200 €? Wenn ja → Baukasten als Übergang.
- Willst du dich um Technik kümmern? Wenn nein → machen lassen.
Fazit
Selber machen lohnt sich, wenn du Spaß an Technik hast und Zeit übrig. Für alle anderen ist die ehrliche Antwort: Bei Preisen ab 200 € ist „machen lassen" günstiger als „selber machen" — und das Ergebnis professioneller.